Sant'Omobono Terme – Fokus auf Lebensqualität
© Sant Omobone Therme/IT

Sant'Omobono Terme – Fokus auf Lebensqualität

Die Verbindung von Ruhe, einer gesunden Umwelt und ansprechenden Dienstleistungen schafft Lebensqualität für die Bewohner.

Die italienische Gemeinde Sant’Omobono Terme, die kürzlich neues Mitglied des Gemeindenetzwerks „Allianz in den Alpen“ wurde, liegt im Valle Imagna in der Lombardei, etwa 20 Kilometer von der Stadt Bergamo entfernt. Der 3.900 Einwohner große Ort entstand 2016 durch den Zusammenschluss der beiden Gemeinden Sant’Omobono und Valsecca und liegt zwischen 400 und 1.000 Metern über dem Meeresspiegel mit einer Fläche von 16 Quadratkilometern.

Schon der Name des Ortes verweist auf die schwefelhaltigen Wasserbäder, die in diesem Gebiet vorhanden sind und zur Entwicklung eines Thermalbades in der Stadt geführt haben.

Sant'Omobono ist hauptsächlich ein Dienstleistungszentrum für das gesamte Imagna-Tal mit insgesamt ca. 30.000 Einwohnern. Wie in viele Berggemeinden hat auch in diesem Ort der demographische Wandel seine Spuren hinterlassen und zu einer zunehmenden Überalterung der Bevölkerung geführt. In letzter Zeit lässt sich jedoch ein Trend hin zur Zuwanderung feststellen. Vor allem junge Paare aus der Stadt ziehen in den beschaulichen Bergort um in einer ruhigeren und weniger hektischen Realität zu leben, die ihre sozialen Werte bewahrt hat.

Da Sant'Omobono sich nicht allein auf seine Thermen verlassen kann und nicht die klassischen Angebote eines Hochgebirges wie Winter-Skitourismus bietet, bemüht es sich um andere Formen des Tourismus. Auf der einen Seite überzeugt es mit einem attraktiven Sportangebot – mit dem kürzlich gebauten städtischen Schwimmbad, das bereits mehrere Sportveranstaltungen anzieht. Auf der anderen Seite mit einem besonderem Schwerpunkt auf die Natur und ihr Erleben.

Die „Vitae Route“, ist ein Radwanderweg, der vom Eingang des Tals ausgeht und sich über etwa 20 Kilometer entlang beider Seiten des Flusses Imagna erstreckt, vorbei an den Gemeinden Strozza, Capizzone, Bedulita, Sant'Omobono Terme, Corna Imagna, Locatello und Rota d'Imagna. Der größte Teil der Strecke ist ein Radweg, der aber auch für Spaziergänge und Nordic Walking geeignet ist. Entlang von Naturgebieten, Naturschutzgebieten, Sport- und Picknickplätzen ist die "Vitae Route" eine Oase für Outdoor-Aktivitäten oder zum Entspannen in der freien Natur.

An Sehenswürdigkeiten gibt es das Heiligtum von Cornabusa: ein bezauberndes Felsenheiligtum, das in einer natürlichen Höhle inmitten der Natur steht.

Die neue Fischbrutanstalt ist eine Umweltinitiative, die erst im Februar 2017 eröffnet wurde und dem Barbo-Canino und der Forelle gewidmet ist. Der Barbo canino ist ein Süßwasserfisch, der wegen der Verringerung des Wasserlaufs, sowie der Verschmutzung und der Anwesenheit von Kormoranen und Reihern, als gefährdet gilt. Durch den Imagna-Bach hat diese Fischart einen Lebensraum in dem sie fortbestehen kann. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Fischerverband, wird das Ziel verfolgt, die Fortpflanzung dieses Fisches zu unterstützen und seine Population zu vermehren, um die Wasserwege wieder zu besiedeln.

Jedes Jahr im Sommer findet die Naturambiente Expo in Sant'Omobono Terme statt. Lokale Betreiber, Familien und Touristen treffen sich an zwei Tagen um die Natur, die Umwelt und das lokale Kunsthandwerk zu genießen und zu pflegen.