HEALPS 2

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HEALPS 2

Projektziel

Die Heilkraft der Alpen und ihre natürlichen Ressourcen für den nachhaltigen Gesundheitstourismus nutzbar machen.

Projektlaufzeit: 2019 - 2022
Partner: Paracelsus Medical University Salzburg/AT, ALPARC – the Network of Alpine Protected Areas/FR, National Research Council/IT, Scientific Research Centre Bistra Ptuj/SL, Innovation and Technology Transfer Salzburg/AT, University of Applied Sciences HTW Chur/CH, Association of the Route of Spa Towns in the Massif central area/FR, Development centre Murska Sobota/SL, Management Body of the Ossola Protected Areas/IT, MOXOFF SPA/IT, Community Network Alliance in the Alps/DE
Förderung: Gesamtförderung: 2.169.952,00 EUR
Projektförderung AidA: 184.998,60 EUR
Themen: Naturschutz und Landschaftspflege , nachhaltiger Tourismus , Regionale Wertschöpfung und Nahversorgung
Fördergeber: Projektförderung AidA: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE): Interreg Alpenraumprogramm (85%), Österreichisches Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (10 %), Deutsches Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (5%)

Diversität, also Vielfalt, sollte mehr denn je die Tourismusentwicklung im Alpenraum ausmachen. Wem es gelingt, die Stärken der eigenen Region zu erkennen und daraus innovative und authentische Angebote abzuleiten, schafft eine Abgrenzung gegenüber anderen Destinationen. Eine unbestrittene Stärke der Alpen ist die einzigartige Natur- und Kulturlandschaft – Wasserfälle, dichte Wälder, reine Bergluft, Almwiesen voller Blumen und Kräuter, uvm. Deren Schönheit zu bewerben ist eine Strategie, ihre Heilkraft zu erkennen und daraus gesundheitstouristische Angebote zu entwickeln ist eine erfolgreiche Strategie.

Themen wie Gesundheit und Wohlbefinden, Stärkung des Immunsystems, gesunde Lebensweise liegen im Trend – und das nicht erst seit COVID-19. Zudem leben wir in einer Hochzeit von Zivilisationskrankheiten wie Stress, Lärm- und Reizüberflutung und Bewegungsmangel, die ihren Ursprung in einem zunehmend urbanen Lebensstil finden. Es ist anzunehmen, dass diese Tendenzen sich in den nächsten Jahren noch mehr verstärken, so dass die Konzentration auf die Zielgruppe der Gesundheits-Suchenden eine zukunftsorientierte Entscheidung ist für alpine Destinationen. Wie aber können Gemeinden und Regionen diesen Weg angehen?

„Der Mensch ist ein Teil der Natur

und nicht etwas, das zu ihr im Widerspruch steht!“

Bertrand Russell

Das Gemeindenetzwerk arbeitet im Projekt HEALPS 2 mit 10 Partnern aus dem gesamten Alpenraum genau an dieser Frage. Darunter ist auch die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg (PMU) als Leadpartner, die seit vielen Jahren im Bereich der Ökomedizin forscht um die Heilkraft der Alpen mit klinischen Studien zu belegen. Dieser Forschung ist zu verdanken, dass es für das gute Gefühl nach einer ausgedehnten Wanderung tatsächlich einen medizinischen Beleg über deren Wirkung als Antidepressivum gibt oder dass die Krimmler Wasserfälle als staatlich anerkannte Heilressource für Asthma gelten.

Gemeinsam mit Pilotregionen aus dem ganzen Alpenraum wird in HEALPS 2 ein Planungsinstrument entwickelt, mit dem Regionen analysiert und bewertet werden können. Der Schwerpunkt dabei liegt auf der Identifikation der vorhandenen natürlichen Heilressourcen. Schließlich endet der Prozess mit verschiedenen Zukunftsszenarien für eine gesundheitstouristische Vermarktung. Das Instrument enthält zudem eine Zusammenstellung an hilfreichen Informationen für interessierte Regionen, z.B. wie sie von der Heilressource zu einem gesundheitstouristischen Produkt gelangen. Mit diesem Modell wird eine langfristige, strategische Planung in Regionen unterstützt. Allianz in den Alpen testet das Instrument in drei Pilotregionen und arbeitet mit regionalen Stakeholdern an deren Strategie. Alle Materialien werden am Ende des Projekts in den vier Hauptalpensprachen vorliegen.

Neben der direkten Arbeit in und mit den Pilotregionen wird ein Netzwerk „Alpiner Gesundheitstourismus“ entwickelt und aufgebaut. Darin sollen sich interessierte Destinationen, Regionen, Kommunen und Stakeholder wiederfinden, in regelmäßigen Treffen austauschen und das Thema weiter vorantreiben. Zudem werden Handlungsempfehlungen für die politischen Ebenen ausgearbeitet, um das Thema nachhaltiger Gesundheitstourismus in nationalen und internationalen Strategien zu verankern.

Informationen zum gesamten Projekt HEALPS 2 finden Sie auf der Projektwebseite https://www.alpine-space.eu/projects/healps-2/en/home.

Literaturempfehlung: Hartl, Arnulf; Geyer, Christina: Heilkraft der Alpen; 2020


HEALPS2 dauert von Oktober 2019 bis Juni 2022 und wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Interreg Alpenraumprogramm (Gesamtförderung: 2.169.952,65 € - Förderung EFRE: 1.844.459,74 €).