Konferenz: Lassen wir Klimavisionen Wirklichkeit werden!
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Launch der "Alpinen Partnerschaft für lokale Klimaaktionen (ALPACA)" (© CIPRA International,Caroline Begle)

Konferenz: Lassen wir Klimavisionen Wirklichkeit werden!

Die Vision, Treibhausgase zu reduzieren und so den Klimawandel zu begrenzen, ist global – aber es ist die lokale Ebene, auf der Visionen Wirklichkeit werden.

Die Klimaerwärmung ist im Alpenraum deutlich spürbar. Städte, Gemeinden und Netzwerkorganisationen setzen sich mit der «Alpine Partnerschaft für lokale Klimaaktionen» für mehr Klimaschutz ein. Die Initiative wurde von den internationalen Netzwerken «Allianz in den Alpen», CIPRA International und «Alpenstadt des Jahres» aus der Taufe gehoben. An der Konferenz «Lassen wir Klimavisionen Wirklichkeit werden!», die vom 7. bis 8. November 2018 in Innsbruck/A stattfand, brachten lokale Akteurinnen und Akteure aus den Alpen ihre Ideen für den gemeinsamen Klimaschutz ein. Mit dabei waren regionale, nationale und transnationale Netzwerke, Dachorganisationen aus den Bereichen Klimaschutz, Energieeffizienz und Anpassung an den Klimawandel, VertreterInnen der Alpenkonvention, politische EntscheidungsträgerInnen, GemeindevertreterInnen, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen. Vor Beginn der Konferenz hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Best-Practice-Beispiele in Innsbruck zum Thema Energieeffizienz zu besuchen. 

Im Rahmen der Konferenz wurde ausserdem die «Alpine Partnerschaft für lokale Klimaaktionen (ALPACA)» ins Leben gerufen. Städte, Gemeinden und Netzwerkorganisationen haben sich zusammengeschlossen, um den Klimaschutz auf lokaler Ebene zu fördern. Sie setzen sich gemeinsam für die Entwicklung von Umsetzungsinstrumenten und Partnerschaften ein und stärken den Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Klimaakteuren in den Alpen. ALPACA wurde von der Alpenkonvention initiiert und von den Vertragsparteien an der Alpenkonferenz 2016 beschlossen. Martin Waldhausen vom Deutschen Bundesumweltministerium unterstützt die Initiative: «Bei der Konferenz haben wir gesehen, dass es genug gute Ideen gibt. Das Ziel ist, diese Ideen bekannt zu machen und den Austausch zu fördern. Deswegen brauchen wir eine Plattform wie ALPACA.»

Klimaschutz kann nicht warten

Die Lage ist dramatisch: der Klimawandel ist nicht zu stoppen, die Warnungen sind alltäglich geworden, die Notwendigkeit zu handeln wird immer dringender. Dies betont Lučka Kajfež Bogataj, Professorin für Klimatologie an der Universität Ljubljana, im ersten Referat der Konferenz. Sie schlägt unter anderem vor, Synergien zwischen Anpassung und Verminderung von Klimaauswirkungen zu suchen, beispielswiese im Bereich grüner Infrastruktur. Anna Stetter von der B.A.U.M Consultant GmbH sprach im Anschluss darüber, wie durch Kooperationen die Hindernisse für die Energiewende in den Alpen überwunden werden kann. Die Podiumsdiskussion rückte lokale und regionale Erfolgsgeschichten aus dem Alpenraum in den Mittelpunkt.

Am zweiten Konferenztag diskutierten die Teilnehmenden in unterschiedliche Arbeitsgruppen praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Sie erarbeiteten erste Ansätze für gemeinsame Maßnahmen, die im Rahmen von ALPACA in 2019 umgesetzt werden sollen. Konkret wurden drei Themen bearbeitet:

  • Wie können Kommunen gemeinschaftlich praktische Lösungen für den Energiebereich umsetzen?
  • Wie können Energie- und Klimaschutzfragen besser (mit Kommunen) kommuniziert werden? 
  • Wie kann eine Anpassung an den Klimawandel auf lokaler Ebene erreicht werden?

Nun heisst es für die Kommunen und Netzwerke, die Teil von ALPACA sind, sich auszutauschen, zu kooperieren, Inspiration zu finden, Synergien zu nutzen und gemeinsam an ehrgeizigen Zielen und Lösungen für den Klimaschutz zu arbeiten.

Diese Konferenz ist Teil der Europäischen Klimaschutzinitiative (EUKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Die in diesem Artikel vertretenen Meinungen liegen in der alleinigen Verantwortung des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wider.