Die Val Lumnezia für neue Arbeitsplätze attraktiv machen
@ Val Lumnezia

Die Val Lumnezia für neue Arbeitsplätze attraktiv machen

Der Verein "pro val lumnezia" hat ambitionierte Ziele. Er beabsichtigt unter Einbezug der Gemeinden, der Politik, der Bevölkerung, aber auch von Gästen, Gewerbe, Handel und Tourismus, nachhaltige Lebens-, Wohn- und Arbeitsräume zu schaffen. Dafür werden innovative Modelle entwickelt.

Gegen 60, der Nachhaltigkeit verpflichtete kleinere und grössere Projekte, wurden seit 1991 von der Organisation initiiert und umgesetzt. Silvio Capeder, Präsident des im Sommer 2015 neu gegründeten Vereins pro val lumnezia verweist auf einige der umgesetzten Projekte: Der Badesee Davos Munt, der bus alpin, der Ausbau des Wander- und Kulturwegnetzes oder der Bau der grossen Holzbrücke oberhalb von Lumbrein. Der neue Verein pro val lumnezia ist die Nachfolgeorganisation der bis anhin vom Kreis getragenen, gleichnamigen Institution.

Alternative Arbeitsplatzmodelle

«Wir wollen einerseits die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre weiterführen und andererseits unsere Aktivitäten auf eine nachhaltige, gesunde Entwicklung der Val Lumnezia in den Bereichen Energie, Natur, Mobilität, Wohnen und Arbeiten ausrichten», so Silvio Capeder.

Um der Landflucht aus Berggebieten entgegen zu wirken, wird sich die pro val lumnezia insbesondere mittels innovativen Ideen dafür einsetzen, neue, nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen. Capeder ist davon überzeugt, dass es zum Beispiel für Unternehmen jeder Branche interessant sein könnte, Mitarbeitenden als Alternative zu traditionellen Arbeitsplatzmodellen stadtferne Wohn- und Arbeitsplätzen anzubieten. Eine Entwicklung in dieser Richtung könnte die Täler auf einen Schlag attraktiver machen und würde sie mit neuem Leben füllen. Längerfristig könnte dadurch auch die einheimische Jugend wieder vermehrt lokal ausgebildet werden. «Gibt es Arbeitsplätze im Tal, wandern auch weniger Leute ab», ist Capeder überzeugt.

Sollen solche Entwicklungsprojekte jedoch Erfolg haben, ist eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur unabdingbar. «Denn wer hier wohnt und arbeitet, braucht eine schnelle und sichere Datenübertragung, aber auch ausgebaute Verkehrswege und ein attraktives Wohn-und Arbeitsraumangebot. Darum ist eine enge und konstruktive Zusammenarbeit der lokalen, regionalen und überregionalen Institutionen, Behörden und Unternehmen ganz wichtig.»

Die Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung bezeichnet Capeder als gut. Die Region verfüge bereits über eine leistungsfähige touristische Infrastruktur, die Neuzuzüger, welche einen naturnahen Wohn- und Arbeitsplatz suchten, nutzen können.