Südtirol auf dem Weg zum KlimaLand
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Sensibilisierung in der Schule © Emilio Vettori

Südtirol auf dem Weg zum KlimaLand

Schon 12 Südtiroler Gemeinden haben seit Beginn des Jahres 2016 beschlossen, am Programm der Agentur für Energie Südtirol – KlimaHaus teilzunehmen und KlimaGemeinde zu werden. Dadurch wollen sie die Energieeffizienz auf dem gesamten Gemeindegebiet erhöhen und die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen.

Mit dem im Jahr 2011 verabschiedeten Klimaplan hat sich auch das Land Südtirol ambitionierte Ziele in Sachen Klimaschutz und Energie-Politik gesetzt. Südtirol wurde im Jahr 2015 italienweit als „grünste“ Region ausgezeichnet und nimmt seit Jahren eine Vorreiter-Rolle ein, wenn es darum geht, den Gesamt-Energieverbrauch zu senken und vermehrt auf erneuerbare und nachhaltige Energie-Ressourcen zurückzugreifen. Trotzdem gibt es noch ein enormes Einsparpotential, da rund 90 % der Energie im Privatsektor sowie im Bereich Mobilität verbraucht werden und dort die entsprechenden Treibhausgase emittiert werden.

Die ambitionierten Klima- und Energie-Ziele sollen insbesondere durch die Einbeziehung aller Gemeinden Südtirols erreicht werden, die eine wichtige Rolle bei der Realisierung einer umweltfreundlichen und ressourcensparenden Energiepolitik spielen. Dabei gilt es nicht nur, konkrete Maßnahmen auf lokaler Ebene umzusetzen, die genau den Potenzialen vor Ort und gleichsam den Bedürfnissen und Fähigkeiten der lokalen Instanzen entsprechen, vielmehr ist es wichtig, die Bevölkerung in einem partizipativen Prozess miteinzubeziehen. Die Gemeinden sollen zu Vorbildern für Bürger/innen und ansässige Unternehmen werden und diese für Energie-Themen sensibilisieren.

Aus diesem Grund hat die KlimaHaus Agentur, eine öffentliche und unabhängige Einrichtung der Südtiroler Landesverwaltung, gemeinsam mit dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige und mit finanzieller Unterstützung der Landesagentur für Umwelt das Programm KlimaGemeinde entwickelt, das offiziell im Jahr 2016 gestartet ist.

Im Programm KlimaGemeinde werden die Einsparpotenziale der jeweiligen Gemeinde im Bereich Energie erhoben und mit einer effizienten Energiewirtschaft Nachhaltigkeit und Energieeffizienz auf kommunaler Ebene kontinuierlich erhöht.

Das Programm sieht zudem die Einführung eines Online-Tools für die Energie-Buchhaltung und eines globalen Qualitätsmanagementsystems vor, welches sich auf den „European Energy Award“ stützt. Dieses System wird bereits seit 15 Jahren in der Schweiz, in Österreich, Deutschland, Frankreich, Liechtenstein, Monaco und Luxemburg erfolgreich in 1.400 Gemeinden genutzt.

Dazu kommen im Programm KlimaGemeinde gezielte Planungs-, Koordinations- und Bewertungsinstrumente in sechs verschiedenen Bereichen zum Einsatz, die einen direkten Einfluss auf die Energie- und Klimasituation haben, und zwar: Raumplanung und -entwicklung, gemeindeeigene Anlagen und Gebäude, Entsorgung und Versorgung, Mobilität, interne Organisation der Gemeinde und Kommunikation und Kooperation.

Folgende 12 Südtiroler Gemeinden haben seit Beginn des Jahres 2016 beschlossen, am Programm KlimaGemeinde teilzunehmen: Deutschnofen, Sterzing, Rasen-Antholz, Sand in Taufers, Innichen, Jenesien, Corvara, Abtei, St. Ulrich, Terenten, Truden im Naturpark und Eppan.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.klimagemeinde.it