Umweltverträglicher Transport in slowenischen Alpengemeinden
Zug Bohinj © LTO BOHINJ

Umweltverträglicher Transport in slowenischen Alpengemeinden

Slowenische Mitgliedsgemeinden setzen gemeinsam Maßnahmen für umweltverträglichere Mobilitätsformen um.

Unter diesem Titel könnte man das gemeinsame Ziel aller slowenischen Gemeinden, die Mitglieder unseres Netzwerks sind, zusammenfassen. In allen Gemeinden werden nämlich bereits seit einiger Zeit Maßnahmen umgesetzt, mit denen die für die  Bewohner und Besucher dieser Gemeinden freundlichen Mobilitätsformen angeregt werden sollen. Die Dynamik, die von den Besuchern der Alpenregion mitgebracht wird, ist jene, die diesen Raum lebendig hält und durch den Tourismus das Überleben und den Wohlstand der Bewohner sicherstellt. Allerdings werden die Menschen kontinuierlich mit den negativen Auswirkungen des Verkehrs und dem Bedarf nach breiteren Straßen und mehr Platz für Parkplätze konfrontiert.

In den Gemeinden wird seit einigen Jahren auf das Problem hingewiesen, welches durch die steigenden Besucherzahlen des Alpenraums hervorgerufen wird. Weil Einschränkungen und Verbote keine Lösung für Verkehrsprobleme sind, machte man sich in den Gemeinden Kamnik und Bled auf die Suche nach Lösungen, die mit der Erstellung von strategischen Dokumenten einhergehen und den Zielen der Entwicklung- und Tourismuspolitik der „grünen Alpengemeinden“ folgen. Das Strategiedokument ist in seinen Zielvorgaben bemüht, die Qualität und Attraktivität des Lebens zu erhöhen, die Zugänglichkeit aller Siedlungen zu gewährleisten und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu erhöhen sowie eine nachhaltige und ausgewogene Entwicklung der Gemeinden zu unterstützen.

In der ersten Aprilwoche soll in Kamnik ein Round-Table-Gespräch stattfinden, in dem die Möglichkeiten der Erhaltung der Umwelt in Berggebieten durch die Einführung von Verkehrssperren für Kraftfahrzeuge erörtert werden sollen. An diesem Austausch sollen unter anderem auch die Vertreter beider Gemeinden, Bohinj und Kranjska Gora teilnehmen um anhand von Best-Practice-Beispielen ihre Erfahrungen zu präsentieren. Außerdem soll das Gespräch Mountainbiking als touristisches Produkt und die damit verbundene Gesetzgebung diskutieren.

Radfahren als alternativer Verkehrsträger und als eine gesunde körperliche Aktivität ist in allen Gemeinden auf dem Vormarsch, deshalb ist es verständlich, dass das Projekt des Radwegnetzes von allen 16 Bürgermeistern der Gemeinden der Gorenjska Region, einschließlich Bled, Bohinj und Kranjska Gora, unterstützt wird. So soll in der gesamten Region ein Radwegnetz errichtet werden, das einerseits einheitlich markiert und als regionales touristisches Produkt gefördert und andererseits durch eine geeignete Tourismus- und Gastwirtschaft-Infrastruktur ergänzt werden soll.