Unser neues Projekt: CLIM·IN

CLIM·IN: Klimavorsorge inklusiv denken

Hitzewellen, Überschwemmungen, Waldbrände und andere Extremwetterereignisse zeigen immer deutlicher: Klimavorsorge ist eine zentrale Aufgabe für Gemeinden. Gerade kleinere lokale Behörden spielen dabei eine wichtige Rolle, stehen jedoch häufig vor begrenzten personellen, finanziellen und fachlichen Ressourcen. Gleichzeitig sind nicht alle Menschen gleichermaßen von klimabedingten Risiken betroffen — und nicht alle werden durch bestehende Informations-, Beteiligungs- und Notfallstrukturen ausreichend erreicht.

Genau hier setzt CLIM·IN an.

Das europäische Erasmus+ Projekt unterstützt kleinere lokale Behörden und Gemeinden dabei, sich besser auf klimabedingte Risiken vorzubereiten und vulnerable Gruppen aktiv einzubeziehen. Im Fokus stehen insbesondere Menschen mit Behinderung, gehörlose Menschen, ältere Menschen sowie Personen mit gesundheitlichen, sozialen oder geografischen Benachteiligungen. Ziel ist es, Klimaanpassung, Katastrophenvorsorge und Risikokommunikation barrierearm, verständlich und lebensnah zu gestalten. 

Ein wichtiger Bestandteil von CLIM·IN ist die Entwicklung praxisnaher Instrumente und Lernangebote. Dazu gehören unter anderem ein Status Review Tool zur Selbsteinschätzung der Klimavorsorge kleinerer lokaler Behörden, barrierearme Lernmaterialien und Lernräume für die lokale Bevölkerung sowie Outreach-Methoden, mit denen vulnerable Menschen gezielt informiert, beteiligt und unterstützt werden können. Die Materialien sollen unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse berücksichtigen — etwa durch verständliche Sprache, visuelle Formate, digitale Zugänge und angepasste Kommunikationsformen für gehörlose Menschen und Menschen mit Behinderung.

CLIM·IN verfolgt dabei einen partizipativen Ansatz: Vulnerable Gruppen werden nicht nur als Zielgruppen verstanden, sondern als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebensrealität. Ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Perspektiven fließen in die Entwicklung der Projektinstrumente, Lernangebote und lokalen Aktivitäten ein. So sollen Lösungen entstehen, die im Alltag kleinerer Gemeinden tatsächlich anwendbar sind.

Getragen wird das Projekt von einer internationalen Partnerschaft aus Frankreich, Deutschland, Kroatien und Italien. Die beteiligten Organisationen bringen Kompetenzen aus Erwachsenenbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, sozialer Inklusion, Klimakommunikation, der Arbeit mit Menschen mit Behinderung sowie der Zusammenarbeit mit Gemeinden im Alpenraum ein. 

Langfristig möchte CLIM·IN dazu beitragen, dass kleinere Gemeinden in Europa besser auf klimabedingte Risiken vorbereitet sind — und dabei niemanden zurücklassen. Denn wirksame Klimavorsorge bedeutet nicht nur technische oder organisatorische Vorbereitung, sondern auch verständliche Information, echte Beteiligung und soziale Gerechtigkeit.

Das Projekt läuft vom 1. Dezember 2025 bis 30. November 2027 und wird durch Erasmus+ gefördert. Weitere Informationen zum Projekt, den Partnern und geplanten Aktivitäten gibt es in der vollständigen Projektbeschreibung:
https://alpenallianz.org/de/projekte/clim-in