CLIM·IN
Projektziel
CLIM·IN hat zum Ziel, kleinere lokale Behörden und Gemeinden dabei zu unterstützen, sich besser auf klimabedingte Risiken vorzubereiten und dabei vulnerable Gruppen aktiv einzubeziehen. Im Fokus stehen insbesondere Menschen mit Behinderung, gehörlose Menschen, ältere Menschen sowie Personen mit gesundheitlichen, sozialen oder geografischen Benachteiligungen. Das Projekt entwickelt inklusive, barrierearme Lern- und Outreach-Formate, damit Klimavorsorge verständlich, zugänglich und gemeinschaftlich gestaltet werden kann.
Projektlaufzeit:
01.12.2025 - 30.11.2027
Partner:
edEUcation SAS, Frankreich
agado Gesellschaft für nachhaltige Entwicklung UG, Deutschland
Društvo za istraživanje i potporu, Kroatien
Associazione Ergon a favore dei Sordi, Italien
Gemeindenetzwerk „Allianz in den Alpen“ e.V., Deutschland
Budget:
Projektbudget gesamt: 250.000,00 €, Projektbudget AidA: 50.264,00 €
Themen:
Fördergeber:
Erasmus+
CLIM·IN ist ein europäisches Erasmus+ Projekt zur inklusiven Klimavorsorge und zur Stärkung der Resilienz vulnerabler Bevölkerungsgruppen. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die von Klimafolgen und klimabedingten Notlagen besonders betroffen sein können, darunter Menschen mit Behinderung, gehörlose Menschen, ältere Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Personen in sozial oder geografisch benachteiligten Lebenssituationen.
Das Projekt reagiert auf die zunehmenden Risiken der Klimakrise, wie Hitzewellen, Überschwemmungen, Waldbrände und andere Extremwetterereignisse. Diese betreffen vulnerable Gruppen häufig besonders stark, während ihre Bedürfnisse in bestehenden Informations-, Beteiligungs- und Notfallstrukturen oft nicht ausreichend berücksichtigt werden. CLIM·IN setzt genau hier an: Klimaanpassung, Katastrophenvorsorge und Risikokommunikation sollen barrierefrei, inklusiv und lebensnah gestaltet werden.
Ein besonderer Fokus liegt auf kleineren lokalen Behörden und Gemeinden, die eine zentrale Rolle in der Klimavorsorge spielen, aber häufig nur über begrenzte personelle, finanzielle und fachliche Ressourcen verfügen. CLIM·IN unterstützt diese lokalen Akteurinnen und Akteure dabei, ihre eigene Vorbereitung auf klimabedingte Risiken zu überprüfen, vulnerable Gruppen besser zu erreichen und inklusive Maßnahmen für Klimavorsorge und Resilienz zu entwickeln.
Dazu entwickelt das Projekt praxisnahe Instrumente und Lernangebote. Geplant sind unter anderem ein Status Review Tool zur Selbsteinschätzung der Klimavorsorge kleinerer lokaler Behörden, barrierearme Lernmaterialien und Lernräume für die lokale Bevölkerung sowie Outreach-Methoden, mit denen vulnerable Menschen gezielt informiert, beteiligt und unterstützt werden können. Die Materialien sollen so gestaltet werden, dass sie unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse berücksichtigen — etwa durch verständliche Sprache, visuelle Formate, digitale Zugänge und angepasste Kommunikationsformen für gehörlose Menschen und Menschen mit Behinderung.
CLIM·IN verfolgt einen partizipativen Ansatz. Vulnerable Gruppen werden nicht nur als Zielgruppen verstanden, sondern als wichtige Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebensrealität. Ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Perspektiven fließen in die Entwicklung der Projektinstrumente, Lernangebote und lokalen Aktivitäten ein. Dadurch sollen Lösungen entstehen, die im Alltag kleinerer Gemeinden tatsächlich anwendbar sind.
Getragen wird CLIM·IN von einer internationalen Partnerschaft aus Frankreich, Deutschland, Kroatien und Italien. Beteiligt sind edEUcation SAS aus Frankreich, agado Gesellschaft für nachhaltige Entwicklung UG aus Deutschland, Društvo za istraživanje i potporu aus Kroatien, Associazione Ergon a favore dei Sordi aus Italien sowie das Gemeindenetzwerk „Allianz in den Alpen“ e.V. aus Deutschland. Die Partner bringen komplementäre Kompetenzen ein: Erwachsenenbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Arbeit mit Menschen mit Behinderung, Unterstützung gehörloser Menschen, soziale Inklusion, Klimakommunikation sowie die Zusammenarbeit mit Gemeinden im Alpenraum.
Langfristig möchte CLIM·IN dazu beitragen, dass kleinere Gemeinden in Europa besser auf klimabedingte Risiken vorbereitet sind und dabei niemanden zurücklassen. Das Projekt stärkt lokale Behörden, Fachkräfte, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie vulnerable Bürgerinnen und Bürger darin, gemeinsam inklusive, zugängliche und wirksame Strategien für Klimavorsorge zu entwickeln.
CLIM·IN steht für eine Klimavorsorge, die sozial gerecht, barrierearm und gemeinschaftlich gedacht wird — mit besonderem Blick auf jene Menschen, die im Klimawandel besonderen Schutz, verständliche Informationen und echte Beteiligungsmöglichkeiten brauchen.