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Immer mehr Menschen suchen Erholung und Ausgleich in der alpinen Natur. Nicht nur die Corona-Krise verstärkt diesen Trend, sondern auch der zunehmende Leistungsdruck der Gesellschaft. Das setzt Tiere und Pflanzen, aber auch Destinationen mit ihrer Infrastruktur und ihren BewohnerInnen zunehmend unter Druck. Eine Lenkung der BesucherInnen ist unumgänglich. Das Projekt speciAlps 2 sensibilisiert für den Schutz von Natur und Landschaft in den Alpen und erarbeitet Massnahmen zur Besucherlenkung.

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Alpenblumen bewundern statt pflücken, auf den Wegen wandern statt querfeldein, Gämse aus der Ferne beobachten statt verfolgen: Nachhaltiger Tourismus vereint Naturerlebnis und Umweltschutz. Für BesucherInnen ist es wichtig, die Besonderheiten von Natur und Landschaft in den Alpen zu kennen und Verhaltensregeln einzuhalten. Das Projekt speciAlps2 sensibilisiert Gäste und Einheimische für die Vielfalt von Tieren und Pflanzen in den Alpen, aber auch für Verhaltensregeln im Naturraum.

Die Projektpartner recherchieren geeignete Massnahmen zur Besucherlenkung und stellen diese auf einer Karte gesammelt zu Verfügung. Lokale Arbeitsgruppen und BetreuerInnen in vier Pilotregionen vernetzen sich vor Ort, erarbeiten gemeinsam Lösungsansätze zu ausgewählten Herausforderungen und setzen konkrete Schritte um. Drei internationale Projekttreffen bieten eine Plattform zum Erfahrungsaustausch auf Alpenebene. Aus den Projektergebnissen wird ein politisches Compact und ein Code of Conduct im Naturraum, erarbeitet gemeinsam mit jungen Menschen zu Verfügung stehen und verbreitet werden.

SpeciAlps2 baut auf den Ergebnissen und Erkenntnissen des Projekts «speciAlps» : Gemeindeübergreifende Naturvielfalt in den Alpengemeinden entdecken, erhalten und weitergeben» auf.

Ziele des Projekts:

  • Gästen und Einheimischen in den vier Pilotregionen die Naturschätze der Alpen näherbringen und sie für deren Schutz sensibilisieren.
  • Beispiele für gelungene Besucherlenkung sammeln, weiterentwickeln und als Inspirationsquelle zur Verfügung stellen.
  • Transnationale Zusammenarbeit im Alpenraum fördern, in dem sich die Pilotregionen bei internationalen Treffen untereinander austauschen.
  • Die Alpenkonvention als Leitbild für Kommunen und Regionen vermitteln und dabei insbesondere auf die Themen nachhaltiger Tourismus sowie Biodiversität und Landschaftsschutz eingehen.

Wirkung:

  • Das Projekt trägt einen Teil dazu bei, dass sich Gäste und Einheimische in Pilotregionen rücksichtvoll bewegen und die Natur geniessen, ohne ihr zu schaden.
  • Die Erkenntnisse aus dem Projekt inspirieren auch andere Regionen in den Alpen für Besucherlenkung und Naturschutz

Projektpartner:

  • Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen»
  • CIPRA International
  • Vier noch zu definierende Pilotregionen in verschiedenen Alpenländern

Laufzeit: November 2020 bis Dezember 2022

Finanzierung: SpeciAlps2 wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Deutschland gefördert.

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Kontakt: Stefanie Bauer, Projektmitarbeiterin