Wunsch nach mehr Zuwanderung: Bad Eisenkappel/A
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© Gemeinde Bad Eisenkappel/A

Wunsch nach mehr Zuwanderung: Bad Eisenkappel/A

Im Tourismus- und Energiebereich ist die Gemeinde bereits sehr aktiv. Jetzt gilt es Maßnahmen zu finden, die unter anderem mehr ZuwanderInnen bringen.

Integration gelingt dann, wenn Kommunen die Bedürfnisse von einheimischer Bevölkerung sowie ZuwanderInnen gleichermaßen berücksichtigen. Alle EinwohnerInnen müssen sich in ihrem Lebensumfeld wohlfühlen, damit sie gerne bleiben. Im EU-Projekt PlurAlps unterstützt das Gemeindenetzwerk 10 Pilotgemeinden und -regionen auf diesem Weg. Dabei wird gemeinsam ein Instrument für mittel- und langfristige Sozialplanung in Kommunen entwickelt, das in den Pilotgemeinden getestet wird.

In der PlurAlps Pilotgemeinde Bad Eisenkappel hat die Integration verschiedener Gruppen einen hohen Stellenwert im gesellschaftlichen Zusammenleben. Sie liegt in einem zweisprachigen Gebiet in Österreich: von den 2.346 Einwohnern sind 57% deutschsprachig und 38% slowenisch-sprachige Volksgruppen. Lange Zeit war Bad Eisenkappel eine Abwanderungsgemeinde, derzeit ist die Situation von Zu- und Abwanderung nahezu stabil, doch ein Wunsch nach Zuwanderung besteht weiterhin.

Daher bemüht sich die Gemeinde schon seit Jahren um ein gutes Angebot an Dienstleistungen und damit größere Attraktivität für neue BewohnerInnen. Bad Eisenkappel möchte einen Überblick erhalten über das, was derzeit den BürgerInnen zur Verfügung steht. Ein Ziel ist die langfristige Bindung der Fachkräfte im Bereich Tourismus. Bad Eisenkappel erhofft sich auch Anregungen, hier einige Schritte weiter zu gehen und von den Erfahrungen anderer zu lernen. Vor allem Ideen für eine schnellere Einbindung der neuen BürgerInnen werden gebraucht.

Bad Eisenkappel liegt im Bezirk Völkermarkt und ist die südlichste Gemeinde Österreichs im Bundesland Kärnten. Es liegt in einem Nord-Süd-Tal und grenzt an Slowenien. Die Anbindung an die Zentren ist nach der Stilllegung der Regionalbahn nur sehr mangelhaft. Nach dem Niedergang der Eisenindustrie hat die Gemeinde versucht, den Tourismus auszubauen und so auch die Menschen im Tal zu halten. So bemüht sich die Gemeinde auch um einen guten Ausbau der Dienstleistungen, um besonders junge BürgerInnen zum Bleiben zu bewegen.

Es gibt Kooperationen im Tourismusbereich mit den Gemeinden der Region Südkärnten-Karawanken. Ebenso im Energiebereich. Dieser ist schon seit einigen Jahren ein Schwerpunkt der Gemeinde und wüde viele Möglichkeiten bieten, sich einzubringen.

Anlässlich der Feiern zu 750 Jahre Markterhebung wird ein neues Leitbild erarbeitet zu den Themen Lebensraum, Zusammenleben und Bürgerservice.

Dieses Projekt ist kofinanziert vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) durch das Interreg Alpenraumprogramm: Projekt PlurAlps.

Außerdem werden 15% der Kosten vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) kofinanziert.