Zwei freudige Ereignisse in Ostana
Das Bergdorf Ostana im Schnee © Beccio

Zwei freudige Ereignisse in Ostana

Im Winter 2015/2016 wurden die im Laufe der Jahre unternommenen Anstrengungen der Kommunalverwaltung durch zwei unterschiedliche freudige Ereignisse belohnt, die der Bevölkerung von Ostana Hoffnung geschenkt haben.

Im Dezember erhielt der Bürgermeister Giacomo Lombardo den Premio Angelo Vassallo 2015, eine Auszeichnung, die an den „Fischerbürgermeister“ von Pollica erinnert, der sich für den Umweltschutz einsetzte und durch ein Attentat der Camorra ermordet wurde. Der Preis wird von Legambiente und ANCI (Associazione Nazionale Comuni Italiani – Nationaler Verband der italienischen Gemeinden) zur Anerkennung von guten Praktiken kleiner Gemeinden zur Förderung der lokalen Entwicklung unter Beachtung des Umweltschutzes und im Zeichen von Transparenz und Rechtmäßigkeit verliehen. Die Gemeinde Ostana hat den Preis für ihre weitsichtige Strategie zur Planung und Sanierung des Ortes erhalten. Die Wiederherstellung des Wohnbestands der Ortsteile von Ostana erfolgte durch die Restaurierung mit traditionellen Baustoffen und energetisch nachhaltigen Technologien unter Berücksichtigung der typischen Architektur der Alpen.

              Sanierung Ostana

Vor 25 Jahren lebten in Ostana nur noch fünf Personen das ganze Jahr lang. Heute wohnen dank des Engagements der Lokalpolitiker und dem Generationenwechsel, der Investitionen in neue wirtschaftliche Aktivitäten vom Tourismus bis zur biologischen Landwirtschaft ermöglicht hat, wieder 80 Personen in dem Bergdorf, darunter sieben Kinder.

Apropro Kinder: Das andere freudige Ereignis, mit dem Ostana auf sich aufmerksam gemacht hat, war die Geburt des ersten Kindes nach 28 Jahren. Am 22. Januar erblickte Pablito das Licht der Welt. Er ist der Sohn von Silvia und José – sie kommt aus Turin und er aus Madrid – die seit Juni 2011 die Berghütte Galaberna in Ostana betreiben. Die Hütte mit 24 Betten liegt mitten in der Natur und dient als Ausgangspunkt für Wanderungen am Fuße des Monte Viso. Sie wurde von der Gemeindeverwaltung gebaut, die in den letzten Jahren alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um soziale und wirtschaftliche Bedingungen zu schaffen, damit die Menschen in Ostana bleiben oder wieder dorthin zurückkehren können.